Auktion No. 147 - 7.12.2013

Nachbericht

Wir blicken auf eine gut besuchte Weihnachtsauktion 2013 im Hause Kastern zurück. Die Auktion der Gemälde, Grafik und Skulptur verlief überaus zufriedenstellend. Die historisch bedeutende Kaminplatte (Lot 171; Aufrufpreis 6.000,- Euro) aus dem Schreibsaal des Reichstages, vor dem Abriss 1954 aus den Trümmern geborgen, war dem Käufer 15.000,- Euro wert. Mit der „Dame in Rot vor russischer Küstensiedlung“ (Lot 125; Aufrufpreis 5.000,- Euro) des russischen Künstlers Nicolai Wassilieff kam ein erstklassiges Werk der Neuen Sachlichkeit zum Aufruf. Das Gemälde löste einen regelrechten Bieterwettstreit aus: der Hammer fiel erst bei der stolzen Summe von 30.000,- Euro zugunsten eines Telefonbieters. Ein weiteres Damenporträt des Malers Hans Unger (Lot 55) gefiel den Kunden. Der erfolgreiche Bieter erwarb die „Junge Frau im Profil vor Meereslandschaft“ für 15.000,- Euro. Das Gemälde „Junges Mädchen in Tracht mit Katze spielend“ des norwegisch-dänischen Malers Peder Severin Kröyer (Lot 14), welches den  Katalogtitel zierte, wurde für 45.000,- Euro verkauft.

Von den angebotenen Arbeiten Emil Orliks wurde das Aquarell „Araber bei Nacht“ (Lot 25) von den aufgerufenen 650,- Euro auf 3.000,- Euro gesteigert. Die Venedig-Ansicht Karl Kaufmanns war sowohl im Saal, als auch bei den Bietern am Telefon sehr begehrt: der Zuschlag für die Losnummer 30 erfolgte bei 4.500,- Euro. Passend zur winterlichen Jahreszeit wurde das „Eisvergnügen auf dem Grunewaldsee“ (Lot 43) des Berliners Paul Paeschke angeboten, welches 9.500,- Euro erzielte.

Zeitlos eleganter Diamantschmuck war auch in dieser Auktion gefragt. Ein Weißgoldring mit einem Diamant-Solitär im Tropfenschliff (Lot 439) erzielte den Zuschlagpreis von 6.800,- Euro sowie ein kostbares Diamantarmband (Lot 443) den Zuschlagpreis von 16.000,- Euro.

Porzellansammler kamen bei dem reichhaltigen Angebot an Tabatieren, Tee- und Kaffeekannen sowie Tassen in der vergangen Auktion voll auf ihre Kosten. Den erwartet hohen Zuschlag erbrachte die Tabatiere mit dem Porträt Friedrichs II., Meissen, um 1745-1750 (Lot 797): bei 3.800,- Euro fiel der Hammer. Auch die Tabatiere in Form eines Mopskopfes, Meissen, ca. 1790 (Lot 804) war bei den Bietern beliebt, dem Käufer war sie 2.400,- Euro wert. Von einem Aufrufpreis von 1.700,- Euro auf stolze 4.300,- Euro wurde die Obertasse mit Untertasse mit dem Porträt Zar Alexanders I., Gotha/Volkstedt 1804 (Lot 879) gesteigert. Das seltene Stehende Pferd der Manufaktur Allach, 1936-1945 (Lot 1030) wurde von mehreren Telefon- und Saalbietern von 100,- Euro auf 2.200,- Euro hochgeboten. In der Rubrik Keramik kamen ein Paar Delfter Kerzenhalter (Lot 1125) des 17. Jahrhunderts zum Aufruf, die 1.600,- Euro erbrachten. Ein winterliches Motiv ziert die Vase (Lot 1156) aus dem Hause Daum Frères & Cie, um 1910, für 2.000,- Euro wechselte sie den Besitzer.

Weiterhin wurden rund 150 Positionen aus den Rubriken Varia und Militaria aufgerufen. Sammler historischer Militärobjekte ersteigerten unter anderem den Säbel für Unteroffiziere des Königreichs Hannover, um 1900 (Lot 1300) für 1.500,- Euro, eine Infanterietrommel (Lot 1350) des 18. Jahrhunderts für 1.900,- Euro sowie eine kleine Kartuschentasche und eine Säbeltasche, um 1810 (Lot 1352) für ebenfalls 1.900,- Euro.