Auktion No. 148 - 8.3.2014

Nachbericht

Die Versteigerung der Gemälde lockte viele Bieter und Interessenten aus dem In- und Ausland.Die beiden großen Aquarelle Juliusz Fortunat Kossaks wurden durch mehrere Bieter im Saal und am Telefon auf jeweils 16.000,- EUR (Lot 36; Pferdewagen vor der Stadt) und 24.000,- EUR (Lot 37; Pferdemarkt) gesteigert. Auch das Titelbild des 148. Katalogs fand großen Anklang. Das stimmungsvolle Gemälde „Altstadtgasse in Neapel mit Blick auf den Vesuv“ Oswald von Achenbachs (Lot 35) war einem Kunstsammler aus Norddeutschland 13.000,- EUR wert. Das Gemälde Andreas Achenbachs, „Die Wassermühle“ mit der Losnummer 34, erzielte respektable 6.000,- EUR. Die beliebten Worpsweder Künstler wurden durch ein Gemälde des Mitbegründers der Künstlerkolonie, Otto Modersohn, vertreten. Das Landschaftsbild „Sommer“ (Lot 21) wurde bei 22.500,- EUR zugeschlagen. Der New Yorker Künstler Paul Thek (1933-1988) legte sich in seinem Schaffen nie auf nur ein Medium fest. Eine Arbeit aus seinem spannungsreichen Werk (Lot 216, „Ohne Titel, Pyramide“) wurde am 8. März für 28.000,- EUR verkauft.

Reges Interesse sowohl im Saal, als auch am Telefon lösten die vier Losnummern aus, unter denen die seltenen Möbel Carlo Bugattis aufgerufen wurden. So erzielte der Hocker (Lot 377) 5.000,- EUR, der seltene Eckstuhl (Lot 378) 3.000,- EUR, der seltene Schreibtisch mit Stuhl (Lot 379) 12.000,- EUR und der Hochlehnstuhl mit fragmentarisch erhaltener Malerei (Lot 380) 7.000,- EUR.

Die Versteigerung des Schmucks zeigte, dass gute Brillanten nie aus der Mode kommen: das Armband mit der Losnummer 479, besetzt mit 13 Brillanten feinster Qualität, wurde für 9.900,- EUR zugeschlagen. Für 7.000,- EUR ersteigerte ein Bieter am Telefon ein paar Ohrstecker mit Diamanten im Ovalschliff.

Auch die Kleinkunst hielt interessante Objekte für die Käuferschaft bereit. Drei Teile russischen Prunksilbers gingen an einen Käufer aus Osteuropa für jeweils 4.400,- EUR (Lot 632; Prunkvase)2.400,- EUR (Lot 635; Prunkplatte) und 2.000,- EUR (Lot 636 Prunkkanne). Das 78-teilige Speiseservice mit Reliefzierat der Staatlichen Porzellan Manufaktur Berlin (1908-1924; Lot 741) wurde mit 9.500,- EUR zugeschlagen. Der hohe Zuschlagspreis von 7.500,- EUR für den Teller mit Holzschnittblumen, Insekten und Schafen, Meissen um 1740 (Lot 754), spiegelt dessen Rarität wider.

Die größte Überraschung des Auktionstages hielt die Rubrik Asiatika bereit. Unter Losnummer 1006 wurde ein Medaillon aus weißer Jade mit Reliefschnitzerei aufgerufen, welches bei der stolzen Summe von 4.600,- EUR zugeschlagen wurde. Unmittelbar danach wurde ein Armreif aus weißer und grüner Jade (Lot 1007) aufgerufen, der einen wahren Bieterwettstreit auslöste. Der Armschmuck wurde aus einem Stück Jade mit besonders schöner Farbigkeit gefertigt und mit feiner, umlaufender Schnitzerei verziert. Viele schriftlich vorliegende Gebote erhöhten den Aufrufpreis, doch das Gefecht um Lot 1007 führten zum Schluss ein Bieter im Saal und ein weiterer, der über das Live-Bieten im Internet schließlich den Zuschlag in Höhe von 13.000,- EUR erhielt.