Auktion No. 150 - 13.9.2014

Nachbericht

Zufrieden blickt das Kunst- und Auktionshaus Kastern auf die diesjährige Herbstauktion zurück, die gleichzeitig das Jubiläum der 150. Versteigerung war. 

Der Vormittag war dem ausgewogenen Angebot alter und moderner Kunst gewidmet. Die Tischgesellschaften des Düsseldorfer Malers Wilhelm Schreuer (Los 0007) halten sich wohl im Innenhof des Künstlervereins „Malkasten“ auf. Das Gemälde, welches Schreuers individuellen Farbauftrag eindrucksvoll zeigt, wurde für 5.000,- Euro verkauft. 

Besonderes Interesse erfuhr die moderne und zeitgenössische Grafik. Das Mappenwerk „Kölner Kunstmarkt `68“ umfasst u. a. Radierungen, Lithografien und Farbserigrafien von Künstlern wie Gerhard Richter, Mel Ramos und Asger Jorn (Los 0343, Zuschlag 4.400,- Euro). Pierre Soulages „Lithografie No. 8“ (Los 0372), erschienen in einer Auflage von 250 Exemplaren, geht für 3.600,- Euro in das benachbarte Ausland. Gleich sechs Arbeiten des vielseitigen Künstlers Michael Buthe (1944-1994) kamen in der 150. Auktion zum Aufruf. Die farbenfrohen Collagen und Mischtechniken erzielten Preise zwischen 550,- und 1.500,- Euro (Losnummern 0242, 0256, 0257, 0258, 0260, 0261).    

Sammler wertvoller und seltener Ikonen kamen in der vergangenen Auktion besonders auf ihre Kosten. Unter der Losnummer 0413 wurde eine russische Ikone des 17. Jahrhunderts aufgerufen, die die „Taufe Christi im Jordan“ darstellt. Das Bietergefecht wurde im Saal, am Telefon und auch über das Live-Bieten im Internet ausgetragen. Der Zuschlag erfolgte bei 6.000,- Euro. Ähnlich großes Interesse löste die Ikone mit „Alttestamentlicher Trinität“ unter der Losnummer 0415 aus. Die Temperamalerei auf Holz wurde für 5.500,- Euro verkauft. 

Unter anderem überzeugten zwei prächtige Farbedelsteine die Schmuckliebhaber unter den Bietern. Das Tansanit-Collier mit der Losnummer 0629 erzielte den respektablen Preis von 4.500,- Euro, ebenso wie der traumhafte Turmalin-Ring mit der Losnummer 0630. 

Aus dem reichhaltigen Angebot der Rubrik Jugendstil/Art Déco stach der Putto mit Weintrauben nach einem Entwurf Michael Powolnys, Ausführung durch die Wiener Keramik 1907 (Los 0969), besonders hervor. Für 3.400,- Euro wechselte die Allegorie des Herbstes den Besitzer. 

Die chinesische Tripode mit der Losnummer 1352 gefiel der internationalen Bieterschaft besonders. Das Gefäß aus Bronze wurde am Telefon und beim Live-Bieten auf 4.000,- Euro gesteigert. Ein Vasenpaar der Qing-Dynastie mit polychromer Bemalung (Los 1358) war dem Käufer 950,- Euro wert. 

Unter der Losnummer 1407 wurde gegen Ende des Auktionstages eine von Käthe Kruses beliebten Puppen-Kreationen aufgerufen. „Friedebald“ geht für 2.600,- Euro an eine Sammlerin.