Auktion No. 151 - 29.11.2014

Nachbericht

Am 29. November fand eine gut besuchte Weihnachtsauktion im Hause Kastern statt. Das hochwertige Angebot lockte wieder einmal Kunden und Interessierte aus dem In- und Ausland.

Mit Spannung wurde die Versteigerung der Losnummer 0015 erwartet, unter der das Porträt Helma Schwitters‘ aufgerufen wurde. Das neusachliche Bildnis seiner Ehefrau, welches Kurt Schwitters malte, bevor er seine dadaistischen Merz-Collagen fertigte, erbrachte den erwarteten Zuschlagspreis von 30.000,- Euro. Ein weiteres Highlight der Auktion war die abstrakte, großformatige Arbeit Fritz Winters mit dem Titel „Der Ablauf“ aus dem Jahr 1958 unter der Losnummer 0020A. Für respektable 55.000,- Euro wurde das Gemälde an einen Sammler aus Norddeutschland verkauft.    Großer Beliebtheit erfreuten sich die Collagen, Mischtechniken und Druckgrafiken Karl Bohrmanns: alle neun angebotene Werke fanden neue Besitzer. Die Collage „Landschaft mit Palme“ mit der Losnummer 0025 erzielte 1.400,- Euro, eine weitere Mischtechnik - ohne Titel – mit der Losnummer 0023 erzielte 2.200,- Euro.  

Die große Sammlung von Taschenuhren verschiedener Hersteller (darunter Patek Philippe, A. Lange & Söhne, IWC u. v. m.) lockte viele Sammler und Kenner der edlen Zeitmesser an. Lot 0430, eine Glashütte-Savonette mit Uhrenkette der Fa. Julius Assmann, Glashütte i. Sachsen wechselte für 1.600,- Euro den Besitzer. Das breite Angebot von Schmuck aus vier Jahrhunderten wurde sehr gut angenommen. Ein Art Déco-Ring mit großem Saphir von ca. 9,9 ct., umgeben von Altschliffdiamanten (Losnummer 0477) wurde für 2.800,- Euro verkauft. Unter den Losnummern 0695-0702 verbargen sich regionale Besonderheiten des benachbarten Landkreises Schaumburg-Lippe. Acht Hochzeitsketten aus großen, facettierten Bernsteinkugeln, zumeist verziert mit bestickten und verzierten Schließen wurden aufgerufen. Ein besonders schönes Exemplar mit einer silbernen Steckschließe, die die Initialen der Braut trägt, war ihrem neuen Besitzer 1.300,- Euro wert. 

Die Kleinkunst war gerade jetzt vor Weihnachten besonders beliebt. Unter den Silberobjekten ist eine Konfektschale mit Schwanenhenkeln (Losnummer 0744; Zuschlagspreis 1.400,-) besonders hervorzuheben, gefertigt von  Ernst Daniel Christ in Elbing um 1820 in 750er Silber. Stets beliebt bei der Sammlerschaft sind Objekte des Art Déco, wie der sechsflügelige Silberleuchter mit Elfenbeindetail (Theodor Müller, Weimar. 800er Silber). Die Losnummer 0735 wurde für 1.600,- Euro verkauft. Ein Bietergefecht löste eine Porzellanfigur der Staatlichen Porzellan Manufaktur St. Petersburg aus. Bieter im Saal, am Telefon und Live-Bieter steigerten die Frauenfigur mit Wäsche (Losnummer 1199) auf stolze 4.200,- Euro. Ein Deckelpokal des Biedermeiers, Losnummer 1274, Deckelpokal wurde für 1.500,- verkauft. Das Kunsthandwerk Johann Sigismund Menzels, Warmbrunn um 1795 ist mit der Porträtsilhouette eines Mädchens verziert, ausgeführt in Zwischengoldtechnik, eingesetzt als Medaillon in eine geschnittene Kartusche mit Schleifenband.