Auktion No. 161 - 17.09.2016

Nachbericht

am Samstag, den 17. September startete die Herbstauktion im Hause Kastern mit einem sensationellen Ergebnis für Losnummer 0008. Das Gemälde aus der Hand des Michiel van Musscher  (1645-1705) zeigt den französischen Admiral Francois Le Fort und erzielte nach einem langen Bietergefecht zwischen einem Kunden im Saal und einem Telefonbieter 100.000 EUR.  

Saverio Xavier della Gatta (um 1777-1829), der an der Akademie zu Neapel studierte, schuf zahlreiche Ansichten Neapels und der Umgebung, zudem auch Darstellungen des ausbrechenden Vesuvs. Zwei seiner stimmungsvollen Aquarelle kamen unter der Losnummer 0014 zum Aufruf und erzielten einen Ergebnis von 10.000 EUR.

Die in Hannover ansässige Kestner-Gesellschaft bringt in Zusammenarbeit mit den ausstellenden Künstlern seit jeher begehrte Editionen auf den Kunstmarkt. Die Jahresgabe der Kestner-Gesellschaft aus dem Jahr 1955 von Lyonel Feininger (1871-1956), eine Lithografie (Lot 0199, „Gelmeroda“), erzielte das erfreuliche Ergebnis von 2.500 EUR

Ein Art Déco-Ring mit der Losnummer 0461 verzauberte mit seinem ca. 7,5 ct. großen Saphir in antikem Kissenschliff die Bieter. Das faszinierende Schmuckstück wurde von 1.800 EUR auf 5.500 EUR gesteigert.

Porzellanfreunde und Sammler erwarteten mit Spannung die Versteigerung der umfangreichen Privatsammlung diverser früher Meissen-Figuren sowie frühen Fürstenberger Porzellans am Auktionsnachmittag. Gleich die erste Losnummer der Porzellanrubrik war heißbegehrt: die Figurengruppe „Die Hofnarren Fröhlich und Schmiedel (mit Maus und Rettich“; Losnummer 0907), datiert um 1745, nach einem Entwurf Johann Joachim Kaendlers, wurde für 6.000 EUR angeboten und erzielte respektable 15.000 EUR

Ebenso überzeugte „Der Landkartenverkäufer (mit aufgerolltem Bild in der Rechten)“ mit der Losnummer 0912, der seinem neuen Besitzer 3.500 EUR wert war. 

Unter den Losnummern 0917 und 0918 wurden zwei Pferdeführer aufgerufen, die ebenfalls von Johann Joachim Kaendler entworfen wurden. Der „Türke als Pferdeführer“, Meissen um 1745 erzielte hierbei eine Summe von 3.500 EUR und der „Mohr als Pferdeführer“, Meissen um 1745, erzielte einen Zuschlagpreis von 3.300 EUR. Die große Mythologische Figurengruppe, Meissen um 1850, mit der Losnummer 0998 ist eine Darstellung der „Drei Parzen mit Chronos“. Bei der Auktion wurde der erwartet hohe Zuschlag von 7.800 EUR erreicht. 

Besonders beliebt waren darüber hinaus die Teller der KPM Berlin (Losnummern 0969-0980), jeweils mit Topographien, Blumen- oder Früchtemalerei, 1837-1844. Aufgerufen für je 750 EUR, bzw. 350 EUR erzielten die gut erhaltenen Teller Zuschlagpreise zwischen 1.000 EUR bis 1.800 EUR

Ebenfalls aus der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin stammten die Losnummern 1042 und 1043, ein Paar fünfflammige Leuchter mit Bronzearmen und plastischen Blüten (1922) sowie eine seltene Pendüle mit der Allegorie der Ewigkeit und zwei Putten auf Konsole (1914). Die edlen Kreationen erreichten in der Auktion die respektablen Zuschläge von 4.500 EUR und 8.000 EUR.

In der Rubrik Bücher wurde eines der seltenen Baseler Alten Testamente aus dem Jahr 1523 angeboten. Trotz fehlender Seiten war die Losnummer 1333 sehr begehrt, der Hammer fiel nach reger Beteiligung der Bieter bei 2.000 EUR.