Auktion No. 162 - 26.11.2016

Nachbericht

die diesjährige Weihnachtsauktion im Hause Kastern startete am Samstag, den 26. November in einem gut besuchten Saal. 

Gleich das erste Los, eine späte Arbeit auf Papier des Hannoveraners Otto Gleichmann (1887-1963; Lot 0001, „Frauenkopf“, 1954), erzielte den erwartet hohen Zuschlag von 5.500 EUR, der gleichzeitig einer der höchsten Preise für Arbeiten aus dieser Zeit ist, die kürzlich auf Auktionen erzielt wurden. 

Georgios Derpapas (1937-2014) Gemälde „Abschied“ aus dem Jahr 1964 (Lot 0022), u. a. in der Kunsthalle Karlsruhe ausgestellt, wurde für erfreuliche 4.000 EUR zugeschlagen. Eine weitere Arbeit auf Papier des griechischen Künstlers (Lot 0020, Ohne Titel), der seit den 1950er Jahren in Deutschland lebte, wurde für 900 EUR verkauft. Der Titel des Auktionskataloges wurde dieses Mal von Neil Moores (*1950, Leicester) „Departure“ (Lot 0030) aus dem Jahr 1976 geziert. Das Gemälde gefiel den Kunden besonders gut, sodass der erfolgreiche Bieter 2.000 EUR ausgab.

Die alpinen Landschaften des englischen Malers Edward Theodore Compton (1849-1921) erfreuen sich auf dem Kunstmarkt nach wie vor großer Beliebtheit. Aufgerufen mit der Losnummer 0097 erzielte die Hochgebirgslandschaft 4.000 EUR.

Von dem bedeutenden Schweizer Genremaler Raphael Ritz (1829-1894) kam ein der Forschung und dem Kunstmarkt bisher unbekanntes Gemälde zum Aufruf, dessen Existenz lediglich durch Briefe des Künstlers an seine Eltern bekannt war (Vgl. Ruppen 183). Das stimmungsvolle Werk „Landleben“, welches der Maler im Jahr 1857 vollendete, wurde für 5.500 EUR versteigert (Lot 0140). 

Die große Winterlandschaft mit Silhouette von Hannover (Lot 0141) des einheimischen Malers Edmund Koken (1814-1872) war nicht nur von der hannoverschen Sammlerschaft begehrt. 

Viele Bieter interessierten sich schon im Vorfeld der Auktion für die winterliche Landschaft mit zugefrorenem See, sodass der hohe Zuschlagspreis von 6.500 EUR erzielt wurde.

Ein paar der seltenen Möbel nach Entwürfen Carlo Bugattis (1856-1940; Lot 0292, Mailand, um 1900) kamen in der Auktion zum Aufruf. Der Zuschlagspreis für den Damensekretär mit passendem Stuhl lag bei 8.000 EUR. 

Das beliebte Rolex-Modell Explorer II (Ref. 1655), eine sog. Steve McQueen Rolex aus dem Jahr 1978, erzielte respektable 10.000 EUR. 

Das Porzellan erfreute sich wieder einmal großer Beliebtheit. Unter der Losnummer 0817 wurde eine Meissner Prunkpendüle mit dem Triumph der Juno (Königliche und Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen, 1850-1924) aufgerufen. Beginnend mit einem Aufrufpreis von 2.500 EUR erreichte das Los einen Zuschlagspreis von 6.500 EUR. Auch edle Speiseservice sind gefragt. Dies zeigt der gute Zuschlagpreis von 4.800 EUR für die Losnummer 0841, das 43-teilige Speiseservice Kurland der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin. Von dem beliebten Dekor Kurland gab es noch weitere Lose (0833-0838, 0842/0843), die ebenfalls jeweils weit über ihre Aufrufpreise gesteigert wurden.